Im 18. Jahrhundert gingen junge Männer auf Grand Tour, um ihren Horizont zu erweitern. Goethe pries in Italien die Zitronen, Seume spazierte nach Syrakus. Es gehörte zum guten Ton, einmal im Leben in die Ferne zu schweifen. Mit der Kutsche, zu Fuß oder auf hoher See ging es in ferne Länder. Jede Reise war eine Tour in das Ungewisse. Die Achse des Wagens konnte brechen, Überfälle waren Gang und Gebe, Krankheit und Tod treue Begleiter. Und doch zog es die Menschen hinaus. Wie mutig war ein Kolumbus oder ein Humbolt! Getrieben von Neugier und Abenteuerlust! Und heute? Heute ist fast jeder Winkel auf der Erde vermessen. Das Risiko ist minimal, wenn wir es nicht darauf anlegen und durch ein Kriegsgebiet oder Armenviertel zu spazieren. Massgefertigte Urlaubsreisen gibt es im Überfluss. Ein reiner Erholungsurlaub gefällig, oder möchtest Du in möglichst kurzer Zeit alle Sehenswürdigkeiten der Welt abklappern? Möchtest Du eine Fremdsprache, Malen, Segelfliegen oder Karate lernen? In die Natur oder Großstadt, Kunst und Kultur, oder alles auf einmal? Ein wenig Kulinarisches und die Begegnung mit einem echten Einheimischen als Sahnehäubchen gefällig? Meditativ und achtsam oder wild und ausgelassen, wie soll es zugehen? Oder geht es Dir bei deiner Reise tatsächlich darum, dir selbst zu begegnen? Du möchtest eine echte Veränderung und diese auch mit nach Hause nehmen? Seit Harpe Kerkelings “ Ich bin dann mal weg“ liegt das Pilgerreisen voll im Trend. “ Fahren zeigt Ohnmacht, Gehen Kraft“, sagte schon Seume 1805. Allein auf Wanderschaft begegnen wir uns selbst. Auch ich war lange auf den Jakobswegen unterwegs. Auf den einsamen Wegen und zu unüblichen Zeiten. Ich habe die Natur und mich selbst gesucht. Es war nicht immer leicht. Ich konnte nicht vor mir selbst weglaufen. Aber ich habe auf diesem Weg eine wichtige Erfahrung gemacht: Es sind die kleinen Dinge, die eine Reise zu etwas Besonderem machen, die kleinen Begegnungen, die mich jeden Tag wieder haben aufstehen lassen. Daran bin ich gewachsen. Keine Therapie, kein Medikament, kein ewiges Probleme wälzen und das Katalogisieren meiner Auffälligkeiten und Problemchen hätte das geschafft. Diese Transformative Erfahrung konnte ich nur so machen. Ich durfte die Welt als einen wundervollen und kreativen Ort erleben. Ich durfte meine Liebe zu ihr spüren und wahrnehmen, wie verbunden ich bin, wie sehr das erwidert wird. Ich habe gelernt, wie fantastisch alles um uns herum ist und das es absolut in Ordnung ist, anders zu sein. Und genau das möchte ich mit dir teilen. Als deine ganz persönliche Fremdenführerin möchte ich dir den Raum geben, deine eigenen Kräfte und Leidenschaften, Begeisterung und Neugier zu entfachen. Nimm dir die Zeit, um dir selbst zu begegnen und so ganz nebenbei, andere Denkweisen kennenzulernen. Ich lade zu einer magischen Reise ein. Nicht in der Abgrenzug zur Wirklichkeit, nein, wir hüpfen mitten hinein. Lass uns malen, schreiben, kichern und tanzen! Und wandern, nur soweit uns unsere Füße tragen.


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